In »Wer wir sein könnten« beschäftigt sich Robert Habeck mit der politischen Bedeutung von Sprache. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass öffentliche Debatten zunehmend von Lautstärke, Abwertung und gegenseitigem Niedermachen geprägt sind.
Habeck fragt, wo die Grenze zwischen einem konstruktiven demokratischen Streit und einer Sprache verläuft, die Menschen ausgrenzt, entmenschlicht und das Gespräch zerstört. Denn Sprache ist für ihn nicht nur ein Mittel, politische Positionen auszudrücken. Sie beeinflusst auch, wie Menschen miteinander umgehen und ob eine Gesellschaft noch gemeinsame Lösungen finden kann.
Das Buch plädiert für eine offene, vielfältige und wertschätzende Sprache, die Unterschiede nicht leugnet, sondern Menschen miteinander ins Gespräch bringt. Habeck verbindet politische Überlegungen mit der Frage, wie eine demokratische Gesellschaft mit Verschiedenheit und Konflikten umgehen kann.
»Wer wir sein könnten« ist damit ein Plädoyer für eine politische Kultur, in der Zuhören, Widerspruch und Verständigung wieder möglich werden.



